Bestens vorbereitet ins Berufsleben

Die Ausbildung in der MTRA-Schule der Med 360° in Leverkusen

Die Abkürzung: MTRA. Sie steht für: Medizinisch-technische Radiologieassistenten. Dahinter verbirgt sich: ein anspruchsvoller, abwechslungsreicher und spannender Beruf. Ein  Beruf an der Schnittstelle zwischen Patienten, Arzt und Technik. Die Med 360° bildet in der eigenen MTRA-Schule in Leverkusen in jedem Jahr Schüler (w/m/d) zu MTRA aus. Zwei von ihnen waren Leonie und Marinka, die im vergangenen Sommer ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Sie werfen einen Blick zurück auf ihre Zeit an der MTRA-Schule. Den einen, den klassischen Weg, der zur Ausbildung in der MTRA-Schule führt, gibt es nicht. Der Weg von Leonie und Marinka ist dennoch nicht ganz gewöhnlich. Beide haben, bevor sie sich zur Ausbildung in der MTRA-Schule entschieden haben, studiert. Marinka Psychologie - darin auch Gesundheitswirtschaft - und Leonie Biologie bis zum Bachelor.

„Irgendwann habe ich mir aber überlegt, was ich eigentlich will“, erinnert sich Leonie, „ob es nicht etwas mit mehr Praxisbezug gibt, was ich mit dem, was ich vorher gemacht  habe, verbinden kann.“ Gibt’s wohl, und zwar für die in Leverkusen wohnende Schülerin gar nicht so weit entfernt. „Informiere dich da doch einfach mal“, gab ihr ihre Mutter den Tipp. Genau das hat Leonie gemacht und schnell festgestellt: „Das will ich machen.“

„Ich weiß, ich kann mich auf die Leute hier verlassen.“

Es ist vor allem die Abwechslung in der Ausbildung, die Leonie begeistert. Die dreijährige duale Ausbildung findet in Theorie und Praxis an der MTRA-Schule statt, hinzu kommt eine praktische Ausbildung unter fachkundiger Anleitung an Med 360°-Standorten. „Man bekommt einen Überblick über viele Fachgebiete und Themenbereiche“, sagt sie und fügt hinzu: „Natürlich gehört da auch viel Theorie dazu, es gibt eine Menge zu lernen.“ Aber  genau das sei es, was die Ausbildung so spannend mache, „weil sie anspruchsvoll ist – aber natürlich auch anstrengend.“

Die theoretischen Grundlagen des Berufs sind die eine Seite, die Einsätze vor Ort, der praktische Bezug die andere. „Das ist eine sehr gute Erfahrung“, sagt Leonie, zumal sie zu Beginn der Ausbildung nicht genau wusste, ob ihr der Kontakt mit den Patienten überhaupt liegen würde. Das tut er - mittlerweile weiß sie das. „Auch, weil man an den Standorten von den Kolleginnen und Kollegen viel Unterstützung erhält“, berichtet sie. Und noch ein anderer Aspekt kommt hinzu. „Direkt an den Standorten bekommt man mit, dass es auch mal sehr stressig zugehen kann“, berichtet Marinka, „da ist es gut, helfen zu können – soweit das geht.“

Als Marinka im Sommer ihre Ausbildung an der MTRA-Schule beendet hatte, sind es vier statt der üblichen drei Jahre  gewesen, die sie an der MTRA-Schule in der Leverkusener Fixheide verbracht hat. Das hat einen besonderen Grund – das erste Baby der MTRA-Schule. „Damals war ich mit der Situation komplett überfordert, ich wusste nicht, wie ich das Baby und die Ausbildung miteinander vereinbaren konnte“, erinnert sich Marinka. Für die MTRA-Schule, insbesondere die Leiterin Astrid Wolf, war die Situation auch neu, aber gemeinsam haben sie sie gemeistert.

„Auch in der Babypause stand ich in dauerndem Kontakt mit der Schule“, berichtet Marinka, „da gab’s viel mentale Unterstützung, sehr viel Rückhalt. Ich weiß, ich kann mich auf die Leute hier verlassen.“ Natürlich sei es auch nach der einjährigen Babypause nicht ganz leicht gewesen, ein kleines Kind und die Ausbildung (samt Prüfungsphase) miteinander zu verbinden. „Aber wir haben ein System gefunden, das funktioniert hat“, schaut Marinka zurück.

In der Tat. Im Spätsommer des vergangenen Jahres haben Marinka und Leonie gemeinsam mit elf weiteren Absolventen und Absolventinnen ihre  Abschlusszeugnisse und Urkunden zur bestandenen Prüfung in Empfang genommen.

Info

• Einen typischen Tag an der Schule? Den gibt es gar nicht, sagen die beiden MTRA-Schülerinnen. Eigentlich gleiche kaum eine Woche der anderen. Unterscheiden lassen sich die Tage an der MTRA-Schule am besten danach, wie lange sie dauern. Die „kurzen Tage“ enden um 13 Uhr, bei den „langen Tagen“ sind die Schüler bis 17 Uhr in der Schule. Zu Letzterem gehört eine einstündige Mittagspause – die Zeit, in der Mikrowelle und Kaffeemaschine im Schulgebäude übrigens besonders gefragt sind.

• Die dreijährige duale Ausbildung umfasst eine Vollzeitschulausbildung von ca. 40 Unterrichtswochen pro Jahr, 2800 Stunden Unterricht in Theorie und Praxis an der MTRA-Schule, 1600 Stunden praktische Ausbildung unter fachkundiger Anleitung an einem Med 360°-Standort. Im ersten Ausbildungsjahr ist außerdem ein sechswöchiges Krankenhauspraktikum in einem Krankenhaus der eigenen Wahl zu absolvieren.

Schwerpunktfächer sind Radiologische Diagnostik, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Strahlenphysik, Dosimetrie und Strahlenschutz. Zu den Grundlagenfächern, die an der MTRA-Schule unterrichtet werden, gehören: Anatomie, Physiologie, Physik, Mathematik, Chemie, EDV.

• Qualifikation zur Bewerbung an der MTRA-Schule: Mindestens mittlerer Schulabschluss und ein Mindestalter zu Ausbildungsbeginn von 17 Jahren.