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Allgemeine Informationen zur Strahlentherapie

Die Strahlentherapie wird in erster Linie eingesetzt, um Tumorerkrankungen zu behandeln. Dabei unterbindet die Strahlung das unkontrollierte Wachstum der Tumorzellen, indem die Zellteilung verhindert wird und die Tumorzellen absterben. Gesunde Zellen reagieren anders auf die Bestrahlung und können sich wieder regenerieren. Um diesen Effekt zu nutzen, erstreckt sich eine Strahlentherapie in der Regel über mehrere Wochen, in denen 10 bis 40 Behandlungen mit einer Dauer von jeweils zwischen 10 und 20 Minuten stattfinden. Wie viele Behandlungstage und welche Dosierung Sie benötigen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Welches Verfahren für Sie persönlich optimal ist, besprechen wir ausführlich mit Ihnen. Jede Behandlung wird mittels einer vorausgehenden Bestrahlungsplanung individuell auf Sie abgestimmt. 

Anwendungsgebiete jenseits der Onkologie

Wir nutzen die Strahlentherapie auch, um schmerzhafte entzündliche sowie durch Verschleiß verursachte Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthrosen, Schleimbeutelentzündungen oder Fersensporne zu behandeln. Die Behandlung kann eine dauerhafte Schmerzlinderung bewirken sowie die Beweglichkeit deutlich verbessern. Bei diesen Indikationen beträgt die Strahlendosis lediglich einen Bruchteil der Dosis, die zur Behandlung von Tumoren eingesetzt wird. In der Regel finden über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen vier bis sechs Sitzungen statt. Die Wirkung der Behandlung kann erst nach einigen Wochen abschließend beurteilt werden. Bei Restbeschwerden kann die Therapie wiederholt werden.

Äußere und innere Bestrahlung bei Tumorerkrankungen

In den meisten Fällen erfolgt eine Strahlentherapie von Tumoren mit einem Linearbeschleuniger. Hierbei wird die Strahlung durch die Haut (perkutan) in das Tumorgebiet eingebracht. Eine andere Art von Strahlentherapie ist die Bestrahlung mittels radioaktiver Substanzen, die in das Zielgebiet eingebracht werden. Dies geschieht entweder dauerhaft mit sogenannten Seeds, etwa beim Prostata-Karzinom, oder temporär mit dem Afterloading-Verfahren, zum Beispiel im gynäkologischen Bereich. Welches Verfahren für Sie am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir erklären Ihnen das gewählte Verfahren und erläutern Ihnen ausführlich unser Vorgehen.

Mögliche Begleiterscheinungen

Wie bei jeder wirksamen Therapie kann es auch bei einer Strahlentherapie zu Begleiterscheinungen kommen. Manche unerwünschten Nebenwirkungen der Bestrahlung halten oft einige Tage bis Wochen über das Ende der Therapie hinaus an.  Dies hängt nicht nur vom bestrahlten Körperareal ab, sondern variiert auch von Patient zu Patient. Jeder Mensch reagiert anders, und meistens wird die Therapie besser vertragen als allgemein angenommen. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Veränderungen bemerken, die für Sie Grund zur Sorge sind. Ihr Strahlentherapeut gibt Ihnen gerne Auskunft zum Umgang mit Begleiterscheinungen.

Es ist normal, wenn Ihre Leistungsfähigkeit im Laufe der Therapie sowie einige Wochen danach vermindert ist. Gönnen Sie sich - wann immer möglich - Ruhe. Mit der Zeit wird sich Ihre Belastbarkeit wieder erhöhen. Ihre Fahrtüchtigkeit ist im Allgemeinen nicht beeinträchtigt.

Begleittherapien

Eine Strahlentherapie kann gemeinsam mit der Chemotherapie ergänzend zu einer Operation eingesetzt werden oder sie ganz ersetzen. Einzelheiten auch zu weiteren unterstützenden Verfahren wird Ihr Strahlentherapeut bei Bedarf gern mit Ihnen besprechen.