MRT vom Kopf

Informationen zur
Kernspintomographie vom Schädel

Die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, ist ein bildgebendes Verfahren, das dabei unterstützt, Krankheiten festzustellen, sie auszuschließen sowie Krankheits- und Therapieverläufe zu kontrollieren. Eine Schädel-MRT eignet sich beispielsweise, um bei Schwindel, anhaltenden Kopfschmerzen oder Verletzungen des Schädels, eine Diagnose zu stellen.

MRT-Untersuchungen sind röntgenstrahlungsfrei.
Lesen Sie unten mehr zum Untersuchungsablauf.

Vorbereitung auf eine Schädel-MRT: Was ist zu beachten?

Für eine MRT müssen Sie nicht nüchtern zu Ihrem Termin erscheinen. Sie können also vor der Untersuchung normal essen. Damit die Untersuchung durchgeführt werden kann, füllen Sie bitte vor der Untersuchung einen Anamnesebogen aus und unterschreiben den Aufklärungsbogen.

Muss ich mich für die Untersuchung ausziehen?

Wenn es soweit ist, wird unser medizinisches Personal Sie in die Umkleide bitten, damit Sie alle Kleidungsstücke und sonstige Gegenstände, die magnetische Metalle enthalten, ablegen können. Dies ist nötig, da Metall bei einer MRT störend auf die Bildqualität wirken kann. Lesen Sie hier mehr zu Metallen im MRT.

 Von der Umkleide aus gelangen Sie dann direkt in den Untersuchungsraum.

MRT-Kopf - HÄUFIGE FRAGEN ZUM ABLAUF

Bin ich während der Untersuchung alleine?

Vor dem Beginn der Untersuchung verlässt das medizinische Personal zwar den Untersuchungsraum, natürlich werden Sie jedoch während der gesamten Untersuchung von einer Medizinisch-Technischen Radiologieassistenz (MTRA) bzw. einem Facharzt oder einer Fachärztin für Radiologie beaufsichtigt. Diese sind auch stets per Gegensprechanlage für Sie da. Außerdem bekommen Sie vor der Untersuchung eine Klingel, die Sie im Notfall betätigen können.

Bei Kindern darf ausnahmsweise, je nach Alter des Kindes, eine Begleitperson im Untersuchungsraum anwesend sein.

    Warum ist es während der Untersuchung so laut?

    Im Laufe der Untersuchung erzeugen Magnetfelder, die sich an- und abschalten, laute Klopfgeräusche. Daher erhalten Sie von uns vor der Untersuchung Ohrstöpsel und Kopfhörer. In Einzelfällen ist es zudem möglich, dass Sie von uns ein Beruhigungsmittel bekommen. In diesem Fall bitten wir Sie, in Begleitung zur Schädel-MRT zu kommen, weil Sie anschließend nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

    Wie weit muss ich in die "Röhre"?

    Da es sich um ein MRT des Kopfes handelt, werden Sie auf einer Liege mit dem Kopf voraus in die "Röhre" hineingefahren, ein Großteil des Körpers befindet sich somit außerhalb des Geräts. Wichtig ist, dass der zu untersuchende Körperabschnitt in der der Mitte des MRT liegt. Um überflüssige Bewegung, die die Qualität der Bilder negativ beeinflusst, zu vermeiden, nutzen wir in einigen Fällen eine Unterstützung, die dafür sorgt, dass der Kopf in der idealen Position verbleibt.

    Wann kommt Kontrastmittel zum Einsatz?

    Bei allen Untersuchungen, die der Darstellung von Gefäßen oder Entzündungen dienen, wird ein Kontrastmittel gegeben. Dieses wird intravenös mit einer Spritze verabreicht.

    Warum kommt Kontrastmittel zum Einsatz?

    Bei einem Schädel-MRT muss man feinste Strukturen, die im Kopf und Hirn des Patienten verlaufen, voneinander unterscheiden können. Durch das Kontrastmittel lassen sich diese Strukturen genauer darstellen. Dadurch lassen sich eventuelle Schäden oder Tumore schneller diagnostizieren.

    Wie lange dauert eine MRT vom Kopf?

    Die Schädel-MRT dauert in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten und ist schmerzfrei. Es ist wichtig, dass Sie während der kompletten Untersuchung still liegen, da sonst die Bildqualität negativ beeinträchtigt werden kann.

    Brauche ich für eine Schädel-MRT eine Überweisung?

    Ja, wenn sie gesetzlich krankenversichert sind. Denn die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten der MRT-Untersuchung nur, wenn Sie zum Termin eine gültige Überweisung mitbringen.

    Als Selbstzahler oder privatversicherte Person können Sie eine MRT-Untersuchung ohne Überweisung machen lassen. Die Kosten müssen Sie in diesem Fall allerdings selbst tragen.

    Wichtig: Als gesetzlich Versicherte dürfen Sie eine MRT-Untersuchung nur bei radiologischen Fachärzten durchführen lassen.

    Warum ist es während der Untersuchung so laut?

    Im Laufe der Untersuchung erzeugen Magnetfelder, die sich an- und abschalten, laute Klopfgeräusche. Daher erhalten Sie von uns vor der Untersuchung Ohrstöpsel und Kopfhörer. In Einzelfällen ist es zudem möglich, dass Sie von uns ein Beruhigungsmittel bekommen. In diesem Fall bitten wir Sie, in Begleitung zur Schädel-MRT zu kommen, weil Sie anschließend nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

    Wer zahlt die MRT-Kopf?

    Als gesetzlich versicherte Person mit Überweisung für ein MRT des Kopfes zahlt Ihre jeweilige Krankenkasse die Kosten. Sollten Sie keine Überweisung haben oder privat krankenversichert sein, müssen Sie die Kosten für ein MRT des Kopfes selbst tragen.

    Die Kosten können je nach Art der Untersuchung variieren. Sprechen Sie uns gerne an, dann lassen wir Ihnen einen individuellen Kostenvoranschlag zukommen.

    Was passiert nach der MRT-Untersuchung?

    Nach der Untersuchung bekommen Sie Ihre Bilder auf einer CD (im DICOM-Format), damit Sie den Schädel-MRT-Befund im Nachhinein mit Ihrem zuweisenden Arzt besprechen können. Auf Wunsch haben Sie auch die Möglichkeit, die Bilder direkt nach der Untersuchung in einem Arztgespräch mit einer Radiologin bzw. einem Radiologen zu besprechen.

    Wie sind die Graustufen auf dem MRT-Bild zu deuten?

    Das Gewebe stellt sich in den unterschiedlichen Sequenzen je nach Signal in verschiedenen Grautönen dar.

    Unterscheidet sich ein Hirntumor im MRT vom Gehirn?

    Der Unterschied zwischen Hirntumor und gesundem Gehirn ist in einem MRT erkennbar und somit eine der wichtigsten Untersuchungsmethoden für dieses Krankheitsbild. Die Dichte, der Wasserstoffgehalt und die Bindung von Wasserstoffatomen ermöglichen es, einen Hirntumor im MRT zu erkennen. Durch das stetige wachsen des Tumors verdrängt dieser das umliegende Gehirn. Dieses hat dadurch nicht genügend Platz auszuweichen und es kommt zu einer ,,Massenverlagerung‘‘. Der dadurch entstehende Druck des Tumors auf das umliegende Gehirn führt häufig zu Wassereinlagerungen um den Tumor, ein sogenanntes ,,Hirnödem‘‘.

    Des Weiteren können Hirntumore Metastasen bilden, die sich im Körper verteilen. Mit Hilfe von Kontrastmittel kann dieser Verdacht im MRT untersucht und ggf. bestätigt werden. Das Kontrastmittel sammelt sich in den betroffenen Bereichen an und macht die Metastasen dadurch im MRT sichtbar.

    Was bedeuten weiße Flecken auf dem MRT-Bild?

    Die weißen Flecken, die man auf MRT-Bildern sieht, stellen Flüssigkeit dar. Im Falle einer MRT vom Kopf sind die weißen Punkte daher als Liquor (Hirnwasser) zu deuten.

    Ist ein MRT vom Kopf schädlich?

    Die MRT-Untersuchung kommt komplett ohne die gesundheitsschädliche Röntgenstrahlung aus, daher gilt die Untersuchung mit dem MRT sogar als schonend.

    MRT vom Schädel: Medizinische Einsatzbereiche

    Zur Struktur des Kopfes gehören viele verschiedene Bereiche. Neben dem Gehirn (inkl. Großhirn, Kleinhirn, Balken, Thalamus, Hypothalamus, Brücke, Medulla Oblongata) gehören die Augen,der KieferNase und Nebenhöhlen, Innenohr, Mund und Rachenraum sowie Nerven, Hypophyse, Rückenmark und auch Skelettanteile zum Kopf. Die MRT-Untersuchung findet demnach auch in verschiedenen medizinischen Einsatzgebieten Anwendung. Hier einige Beispiele:

    • Neurologie
    • HNO
    • Kieferorthopädie
    • Notfälle, z.B. Schlaganfall

    Bei welchen Krankheiten ist eine Schädel-MRT sinnvoll?

    • Epilepsie
    • Parkinson
    • Demenz
    • Hirntumor
    • Meningitis
    • Creutzfeld-Jakob
    • Durchblutungsstörungen
    • Fehl-/Missbildungen, Entwicklungsstörungen
    • Multiple Sklerose
    • Entzündungen (und Entzündungsprozesse)
    • krankhafte Gefäßerweiterungen
    • Schädelhirntrauma
    • Stoffwechselstörungen
    • Schädeltumor
    • degenerative Hirnveränderungen
    • Gefäßaneurysma

    Bei welchen Symptomen ist ein MRT vom Kopf sinnvoll?

    • wiederkehrende Kopfschmerzen/Migräne
    • Spannungs- und Clusterkopfschmerzen
    • Schwindel (Benommenheit)
    • Gleichgewichtsstörungen
    • verengte Blutgefäße
    • Schlaganfall
    • Hirnblutungen
    • Kiefer- und Kiefergelenk-Symptome
    • Kopfverletzungen
    • Druckgefühl
    • motorische Ausfälle
    • Traumafolgen
    • Tinnitus
    • Sprachprobleme

    Auf den folgenden Seiten finden Sie weiterführende Informationen zu MRT-Untersuchungen