Tomosynthese - 3D Mammographie

Die Tomosynthese (auch 3D Mammographie genannt) ist ein Röntgenverfahren, mit dem die Brust schichtweise untersucht werden kann. Eine 2D-Mammographie kann durch die Tomosynthese ergänzt werden. Das moderne Bildgebungsverfahren bietet spezifische Vorteile.

Eine spezielle Software fügt die einzelnen Aufnahmen so zusammen, dass die Radiologen Gewebestrukturen und Mikrokalk millimetergenau sehen und analysieren können.

Vorteile der Tomosynthese

  • Sehr genaue Analyse des Brustgewebes
  • Reduzierte Überlagerungseffekte durch die schichtweise Darstellung
  • Krankhafte Veränderungen des Gewebes werden besser erkannt
  • Die aktuelle Studienlage belegt eine deutliche Erhöhung der Krebsentdeckungsrate im Vergleich zum herkömmlichen Verfahren – bei gleichzeitig geringerer Zahl falsch-positiver Befunde
  • Auch die aktuelle Leitlinie zum Mammakarzinom betont: Insbesondere bei dichtem Brustgewebe ist die Tomosynthese der herkömmlichen digitalen Mammographie in der Erkennung von Brustkrebs überlegen und kann die diagnostische Sicherheit weiter verbessern.

Einsatzgebiete der Tomosynthese

  • Brustkrebsvorsorge
  • Bei auffälligem Tastbefund
  • Bei unklarem Befund der Mammographie

Wie läuft die Tomosynthese-Untersuchung ab?

Erstellt werden die Bilder mit einem digitalen Mammographiegerät, das mit einem speziellen Software ausgestattet ist. Daher ähnelt die Untersuchung der herkömmlichen 2D-Mammographie: Die Brust wird flach gedrückt, um ein aussagekräftiges Bild der Brust zu erhalten.

Im Unterschied zur normalen Mammographie bewegt sich die Röntgenröhre bei der Tomosynthese jedoch um die Brust herum, sodass ein dreidimensionaler Bilddatensatz entsteht. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden.

Was passiert nach der Untersuchung?

  • Verarbeitung der Aufnahmen
  • Direkte Befund- und Ergebnisbesprechung
  • Bei 95% der Frauen ein unauffälliges Ergebnis

Weitere Fragen zur 3D-Mammographie

Übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für die Tomosynthese?

Die Tomosynthese gehört derzeit noch nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen. Das bedeutet, dass die Kosten in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. In speziellen Fällen, insbesondere zur weiteren Abklärung auffälliger Befunde (diagnostische Mammographie), kann eine Kostenübernahme nach Rücksprache mit der Krankenkasse jedoch möglich sein. Private Krankenkassen übernehmen häufig die Kosten für eine Tomosynthese. Über die Kosten klären wir gerne auf. Sprechen Sie dazu bitte Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt an.

Ist die Tomosynthese nur für Frauen geeignet?

Nein, die Tomosynthese kann auch für Männer eine sinnvolle Untersuchung darstellen. Denn auch Männer können mit einem Tumor-Verdacht konfrontiert werden. Brustkrebs bei Männern ist zwar selten aber nicht ausgeschlossen, ca. ein Prozent der jährlich an Brustkrebs Erkrankten ist männlich.