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Leistungsspektrum der konservativen Orthopädie

Jeder Mensch ist anders, jedes Krankheitsbild besonders. Je nachdem können ganz verschiedene Behandlungsansätze den gewünschten Erfolg bringen. Die folgenden Leistungen spiegeln unter anderem einen Teil unserers Leistungsspektrum der konservativen Orthopädie wieder.

Akupunktur

Die Wirkung der Akupunktur ist schon seit Jahrtausenden bekannt. Ziel der Akupunktur-Behandlung ist es, durch kleine Nadeln eine therapeutische Wirkung zu erzielen. Das Konzept beruht auf dem harmonischen und ausgeglichenen Fluss der Lebenskraft oder Lebensenergie, genannt „Qi“. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin sollen Störungen im Fluss des Qi behoben und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Eine Sitzung dauert etwa 20 Minuten, sechs bis zehn Behandlungen im Abstand von einer Woche sind im Allgemeinen notwendig. Akupunktur kann beispielsweise bei Kreuzschmerzen, Knie-Arthrose, Halswirbelsäulensyndrom, Tennis-und Golfer-Ellenbogen, Sehnenscheidenentzündung, Hüftschmerzen oder Hüftarthrose helfen.

Behandlung mit Hyaluronsäure

Die Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Sie wirkt als Gleitmittel bei allen Gelenkbewegungen, ist stoßdämpfend und versorgt den Gelenkknorpel mit Nährstoffen. Doch im Laufe der Jahre wird die Gelenkknorpelschicht reduziert. Ärzte sprechen bei diesem Gelenkverschleiß von „Arthrose“. Risse und Knorpelschäden sind die Folge. Häufig stockt zudem die Produktion der Gelenkflüssigkeit oder ihre  Zusammensetzung ändert sich, so dass ein früher „reibungsloser“ Lauf im Gelenk nur eingeschränkt und unter Schmerzen möglich ist.

Hier setzt die Hyaluronsäure-Therapie an: Die Flüssigkeit wird künstlich hergestellt, in das Gelenk gespritzt und somit ein Kreislauf positiver Wirkungen in Gang gesetzt. Die Anregung der Gelenkstoffwechselprozesse wirkt schmerzlindernd und verbessert die Beweglichkeit. Die körpereigene Produktion von Gelenkschmiere wird angeregt und der Restknorpel stabilisiert.

In der Regel sind ein bis fünf, jeweils wöchentliche Anwendungen erforderlich.

Fußdruckmessung

Störungen im Bewegungsablauf und daraus resultierende Schmerzen des Bewegungsapparats haben nicht selten ihre Ursache in einer Fehlstellung des Fußes. Eine solche Fehlstellung kann mit der Fußdruckmessung (Podometrie) diagnostiziert werden. Auf diese Weise wird die genaue Lastverteilung beim Auftreten und bei der Abrollbewegung dargestellt. Daraus lässt sich schließen, welchen (Fehl-)Belastungen die Gelenke, Sehnen und Weichteile ausgesetzt sind.

Bei der Auswertung des Abrollverhaltens bei der Schrittanalyse zeigt die Podometrie auch Details der Motorik, der Koordination und des Zusammenwirkens von Nervensystem und Bewegungssystem.
Die Podometrie misst die Lastverteilung des Fußes im Stehen, sie zeigt diese Lastverteilung aber auch dynamisch beim Gehen und Abrollvorgang des Fußes.

Die Podometrie kann alle medizinisch relevanten Vorgänge im Fuß, Sprunggelenk, Knie sowie der Statik der Beinachse abbilden.

Eigenblut-Therapie (ACP-Therapie)

Die Nutzung der körpereigenen Regenerationskräfte steht im Mittelpunkt  der Eigenblut-Therapie, die auch als ACP-Therapie bekannt ist. Bei diesem Verfahren wird auf die im Blut des Patienten enthaltenen Wachstumsfaktoren gesetzt, die unterschiedliche Heilungsvorgänge positiv beeinflussen und beschleunigen sollen. In der Regel wird eine kleine Menge Blut, ähnlich wie bei einer herkömmlichen Blutuntersuchung, aus der Armvene entnommen. Aus dem Blut werden die regenerativen und arthrosehemmenden Bestandteile herausgefiltert und die körpereigene Lösung anschließend in das betroffene Gelenk injiziert.

Die Behandlung ist ein noch relativ junges Verfahren zur Therapie von unter anderem schmerzhaften leichten bis mittelschweren Arthrosen, Sehnen- oder Bänderentzündungen, Verletzungen des Bewegungsapparates, Muskelverletzungen und Frakturen.

Kinesiotaping

Ob im Profisport, zur Prävention oder Therapie – die „Tapes“ sind längst nicht mehr wegzudenken. Die elastischen, selbstklebenden, therapeutischen Tapes können – unter Anwendung verschiedener Taping-Techniken – ganz unterschiedliche Wirkungen erzielen. So sind sie besonders hilfreich bei akuten und chronischen Beschwerden des Bewegungsapparats, sorgen für eine positive Veränderung der Muskelaktivität und -funktion oder aktivieren die Selbstheilungskraft. Sie können helfen bei Rückenschmerzen, Muskelverletzungen, Schulter-, Knie- oder Gelenkbeschwerden.   

Das Material ist so gewählt, dass ein maximales funktionelles und heilungsorientiertes Bewegungsmaß  gegeben ist. Tapes sind luft-, feuchtigkeits- und flüssigkeitsdurchlässig. Sie sind wasserbeständig, so dass sie auch beim Duschen, Schwimmen oder bei erhöhter Schweißbildung (beispielsweise beim Sport) haften. Ein Tape hält bis zu sieben Tage auf der Haut.

Knochendichtemessung

Die Knochendichtemessung misst die Dichte und Stabilität der Knochen. Sie kann helfen, Osteoporose frühzeitig festzustellen. Osteoporose ist eine Krankheit des Skelettsystems, bei der die Knochen „weich“ werden und deshalb eher brechen. Häufig betroffen sind Frauen nach den Wechseljahren. Die gebräuchlichen Verfahren zur Knochendichtemessung sind die DXA-Methode (auch DEXA genannt), die Sonographie (Ultraschall) und die quantitative Computertomographie. 

Die DXA-Methode ist das am weitesten verbreitete Verfahren zur Knochendichtemessung. Sie misst mit einer speziellen Röntgentechnik die Knochendichte in Hüfte und Lendenwirbelsäule – Regionen, an denen eine Osteoporose besonders oft und deutlich nachweisbar ist. Die Ultraschall-Untersuchung wird zumeist an Fersenbein, Unterarm oder Fingerknochen durchgeführt. Gemessen wird, wie stark die Ultraschallwellen vom Knochen abgeschwächt werden. Daraus lässt sich der Zustand des Knochens erkennen.