Strahlen, die heilen können

Radiotherapie

Radiotherapie – was ist das?

Die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung niedrig dosierter Röntgenstrahlen ist schon sehr lange bekannt. Röntgenstrahlen werden deshalb nicht nur zur Diagnostik, also zur Feststellung oder Bestimmung einer Krankheit, sondern besonders im höheren Lebensalter auch zur Therapie eingesetzt. Wenn herkömmliche Therapiemöglichkeiten - wie die

Entlastung der Betroffenen Körperregion, Physiotherapie oder die medikamentöse Behandlung - Beschwerden nicht ausreichend lindern konnten, kann die Bestrahlung mit einem modernen, hochpräzisen Linearbeschleuniger helfen. Heute können die Strahlen sehr gezielt auf einzelne Körperregionen begrenzt eingesetzt werden. "Die Dosis wird gering gehalten und benachbartes Gewebe geschützt. Mögliche Risiken der Röntgenstrahlung können so weitgehend reduziert werden, und die Behandlung ist daher gut verträglich", so Strahlentherapeut Dr. Andreas Kaiser.

Wann bietet sich die Radiotherapie an?

Die Radiotherapie wird bei chronisch schmerzhaften und entzündlichen Gelenk- und Weichteilerkrankungen eingesetzt. Sie kann eine dauerhafte Schmerzlinderung bewirken und die Beweglichkeit verbessern. Typische medizinische Gründe zur Schmerzbestrahlung sind verschiedene Arthrosen, Tennisellenbogen, schmerzhafte Schultersteife (Periarthritis humerosca-pularis) und der Fersensporn am Fuß. Weitere einsatzgebiete sind Schleimbeutelentzündungen und Veränderungen der Handinnenfläche (Morbus Dupuytren) und der Fußsohle, auch „Morbus Ledderhose“ genannt.

Was kostet die Radiotherapie?

Es entstehen keine Zusatzkosten, da auch die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Therapie mit niedrig dosierten Strahlen übernehmen.

Wie erfolgt die Bestrahlung?

In den meisten Fällen kommt ein Linearbeschleuniger zum Einsatz und damit ein völlig schmerzfreies Verfahren. Alle individuellen Behandlungsmöglichkeiten und eventuelle Risiken einer Röntgentherapie werden selbstverständlich ausführlich erklärt und besprochen. Mithilfe einer detaillierten Behandlungsplanung und der genauen Ausrichtung der Strahlung auf der Basis moderner bildgebender Verfahren wird für eine eff ektive Bestrahlung und gleichzeitig für die bestmögliche Schonung von gesundem Gewebe Sorge getragen. Vor Therapiebeginn wird die Dosisverteilung in der schmerzhaften Köperregion genau berechnet. „Wir legen die Anzahl und Form der Bestrahlungsfelder sowie die Einstrahlrichtungen fest und berechnen computergestützt die Dosis. Je nach Bestrahlungstechnik dauert eine Bestrahlung zwischen fünf bis zehn Minuten“, so Dr. med Andreas Kaiser.