CT NNH – CT der Nasennebenhöhlen
Bei einer Computertomographie (CT) der Nasennebenhöhlen werden mithilfe von Röntgenstrahlen hochauflösende Schichtaufnahmen des Nasenbebenhöhlenbereichs erstellt. Dadurch lassen sich sowohl die Schleimhäute als auch die knöchernen Strukturen der Nebenhöhlen sehr genau beurteilen.
Die Untersuchung wird häufig durchgeführt, wenn Beschwerden im Bereich der Nebenhöhlen länger bestehen, wiederholt auftreten oder wenn vor einer Behandlung oder Operation eine genauere Abklärung notwendig ist.
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Auf einen Blick
- Was wird untersucht? Die Nasennebenhöhlen (Stirnhöhlen, Kieferhöhlen, Siebbeinzellen und Keilbeinhöhle), die Nasenhöhle, die Nasenscheidewand sowie angrenzende knöcherne Strukturen.
- Dauer: Die eigentliche Bildaufnahme dauert meist nur wenige Sekunden. Der gesamte Aufenthalt in der Praxis beträgt in der Regel etwa 10 bis 20 Minuten.
- Kontrastmittel: Bei einer Untersuchung der Nasennebenhöhlen ist oft kein Kontrastmittel notwendig. Es wird nur in bestimmten Situationen eingesetzt, etwa bei Verdacht auf Tumoren oder komplizierte Entzündungen.
- Typische Gründe: Nebenhöhlenentzündung, länger bestehendes Druckgefühl im Gesicht, Verdacht auf Polypen oder Zysten oder OP-Vorbereitung.
- Vorbereitung: In der Regel ist keine besondere Vorbereitung notwendig.
Bestehen die Beschwerden länger oder wurde eine Untersuchung durch einen HNO-Arzt empfohlen, kann eine radiologische Abklärung dabei helfen, die Ursache genauer zu verstehen und die weitere Behandlung zu planen.
Vorbereitung auf die CT-Untersuchung
Für eine CT-Untersuchung der Nasennebenhöhlen ist normalerweise keine besondere Vorbereitung nötig. In der Regel ist keine Nüchternheit erforderlich, Blutwerte müssen nicht mitgebracht werden und Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden.
Ausnahmen können bestehen, wenn ein Kontrastmittel geplant ist oder spezielle medizinische Fragestellungen vorliegen.
Ablauf der Untersuchung
- Die Untersuchung selbst ist unkompliziert und schmerzfrei.
- Sie liegen auf einer Liege, die sich langsam durch die ringförmige Öffnung des CT-Geräts bewegt.
- Der Kopf wird so positioniert, dass die Nasennebenhöhlen optimal dargestellt werden können.
- Während der Aufnahme ist es wichtig, ruhig zu liegen, damit die Bildqualität nicht beeinträchtigt wird.
- Die eigentliche Aufnahme dauert nur wenige Sekunden. Insgesamt nimmt der Aufenthalt im Untersuchungsraum meist nur wenige Minuten in Anspruch.
Wird bei einer CT-Untersuchung der Nebenhöhlen ein Kontrastmittel benötigt?
In den meisten Fällen erfolgt die Untersuchung ohne Kontrastmittel. Für die Beurteilung von Schleimhäuten, Belüftungsstörungen, Polypen oder knöchernen Veränderungen ist dies in der Regel ausreichend. Ein Kontrastmittel kann jedoch sinnvoll sein, wenn spezielle Fragestellungen bestehen, zum Beispiel bei Verdacht auf Tumore oder Raumforderungen, Verletzungen im Bereich der Nebenhöhlen oder bestimmten entzündlichen Komplikationen. Allergische Reaktionen auf Kontrastmittel sind selten. Bei bestimmten Nierenerkrankungen wird die Gabe von Kontrastmittel sorgfältig geprüft oder vermieden.
Befundung und nächste Schritte
Ein Facharzt für Radiologie wertet die Bilder aus. In dringenden Fällen ist eine erste Einschätzung häufig kurzfristig möglich. Anschließend wird der schriftliche Befund an den überweisenden Arzt übermittelt.
Ein unauffälliger Befund bedeutet in der Regel:
- die Nebenhöhlen sind frei belüftet,
- es sind keine auffälligen Schleimhautschwellungen vorhanden,
- die knöchernen Strukturen sind intakt.
Werden Veränderungen festgestellt, kann das Ergebnis die Grundlage für weitere Entscheidungen sein. Beispiele:
- Entzündung: häufig zunächst medikamentöse Behandlung
- Polypen: weitere Abklärung beim HNO-Arzt
- anatomische Engstellen: mögliche operative Korrektur
- Zysten oder knöcherne Veränderungen: individuelle Therapieplanung
Einsatzgebiete
Eine CT der Nebenhöhlen wird in verschiedenen Situationen eingesetzt.
- Abklärung von Beschwerden und Früherkennung: Bei länger bestehenden oder wiederkehrenden Nebenhöhlenproblemen kann die Untersuchung dabei helfen, die Ursache genauer zu erkennen.
- Verlaufskontrolle: Bei chronischen Erkrankungen lässt sich beurteilen, ob sich Veränderungen im Verlauf entwickeln oder zurückbilden.
- Diagnostik nach Verletzungen: Nach Unfällen kann die CT wichtige Informationen über mögliche Frakturen oder knöcherne Veränderungen liefern.
Planung medizinischer Eingriffe: Vor Operationen der Nebenhöhlen wird häufig eine CT durchgeführt, um die individuellen anatomischen Strukturen genau darzustellen.
Wann ist eine CT der Nasennebenhöhlen sinnvoll?
Diese Untersuchung wird häufig durchgeführt, wenn der Verdacht auf bestimmte Erkrankungen besteht. Dazu gehören unter anderem:
- Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
- chronische Schleimhautschwellungen
- Polypen oder Zysten
- knöcherne Veränderungen oder Engstellen
- Frakturen nach Verletzungen
- Verdacht auf Tumore oder andere Raumforderungen
Chronische Sinusitis im CT
Eine häufige Fragestellung ist die chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Dabei bestehen die Entzündungen über längere Zeit oder sie treten immer wieder auf. Im CT lassen sich typische Veränderungen wie verdickte Schleimhäute, eingeschränkte Belüftung, Sekretansammlungen oder anatomische Engstellen erkennen. Mithilfe dieser Informationen kann beurteilt werden, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder ein operativer Eingriff sinnvoll ist.
Viele Patienten suchen eine CT-Untersuchung auf, weil sie seit längerer Zeit unter Beschwerden leiden.
Typische Symptome sind:
Druck oder Schmerzen im Gesicht dauerhaft verstopfte Nase eitriger Nasenausfluss eingeschränktes Riechvermögen Kopfschmerzen Fieber Druckgefühl im Bereich der Nebenhöhlen.
Strahlenbelastung bei der NNH-CT
Bei der Computertomographie wird Röntgenstrahlung eingesetzt. Moderne Geräte verwenden jedoch häufig Low-Dose-Protokolle, um die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten. Ob eine CT-Untersuchung sinnvoll ist, wird immer individuell abgewogen. Besteht eine klare medizinische Fragestellung, überwiegt in der Regel der diagnostische Nutzen.
Während einer Schwangerschaft sollte eine CT möglichst vermieden werden. In solchen Fällen werden alternative Verfahren wie eine Ultraschall- oder MRT-Untersuchung der Nasennebenhöhlen geprüft.
Kostenübernahme durch die Krankenkassen
Wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht, übernehmen gesetzliche und private Krankenkassen die Kosten für eine CT-Untersuchung der Nasennebenhöhlen in der Regel. Bei Selbstzahlerleistungen erfolgt die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Häufige Fragen und Antworten
Was sieht man im CT der Nase und der Nebenhöhlen?
Im CT lassen sich die verschiedenen Nebenhöhlenräume, die Nasenscheidewand sowie die angrenzenden Knochenstrukturen detailliert darstellen. Sichtbar werden beispielsweise Entzündungen, Schleimhautschwellungen, Polypen, Zysten oder knöcherne Veränderungen.
Wie lange dauert eine CT der Nasennebenhöhlen?
Die eigentliche Bildaufnahme dauert nur wenige Sekunden. Der gesamte Termin dauert in der Regel nicht länger als eine halbe Stunde.
Ist ein CT der NNH gefährlich?
Bei der Untersuchung wird Röntgenstrahlung genutzt. Durch moderne Technik wird die Strahlendosis jedoch möglichst gering gehalten. Ob eine CT sinnvoll ist, wird immer anhand der medizinischen Fragestellung entschieden.
Röntgen, CT oder MRT der Nasennebenhöhlen?
Ein Röntgenbild liefert nur begrenzt Informationen über die Nebenhöhlen. Ein CT zeigt deutlich mehr Details, insbesondere die knöchernen Strukturen. Eine MRT der NNH kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein, vor allem, wenn Weichteilgewebe genauer beurteilt werden soll.
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