Hightech leicht erklärt

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Großgeräten der Radiologie: CT und MRT. Außerdem können Sie sich in die Radiotherapie einlesen.

So funktioniert die Computertomographie

Der Computertomograph – gern kurz und knapp CT genannt - ist ein computergesteuertes Röntgengerät. Es besteht aus der „Gantry“, dem Ring, und einem Tisch, auf dem der Patient Platz nimmt, und der sich bei der Untersuchung durch den Ring bewegt. Dabei wird der Körper von einem rotierenden Röntgenstrahler schichtweise in 0,1 bis fünf Millimeter dünnen Schichten durchleuchtet. ein Detektor zeichnet bei diesem Scannen die Intensität auf, mit der die Strahlung, je nach durchdrungener Körpersubstanz, wieder austritt. Die Knochen schwächen den Röntgenstrahl am stärksten, deshalb erscheinen sie auf der Abbildung – die wie der Film in der klassischen Fotographie ein Negativbild ist - weiß. Die Lunge lässt die meisten Strahlen durch, deshalb wirkt sie auf dem CT-Bild schwarz. Werden die „Scans“, die Schnitte, nachher vom Computer aneinander gefügt, entstehen drei- oder, wenn sie bewegt werden, sogar vierdimensionale Ansichten. Da die meisten Untersuchungen nur Sekunden dauern, ist die Strahlenbelastung in der Regel gering.

Gut zu wissen

Die Untersuchung dauert nur etwa zwei bis zehn Minuten und ist schmerzfrei. Der Patient wird auf einer CT-Liege gelagert, die sich während der Untersuchung bewegt. Während der gesamten Untersuchung wird man überwacht. In vielen Fällen ist keine weitere Vorbereitung auf die CT nötig. Um manche Organe besser erkennen zu können, kann Kontrastmittel zum Einsatz kommen. Je nach zu untersuchender Körperregion, erhält der Patient das Kontrastmittel vor und/oder während der CT, zu trinken oder per Injektion. Zu den häufigsten Anwendungen gehören die CT des Kopfes, der Wirbelsäule, der Lunge und des Bauchraumes.

So funktioniert die Magnetresonanztomographie

Komplett strahlenfrei arbeitet der Kernspintomograph, auch MRT genannt. Bei dieser Diagnosetechnik werden mit einem Magnetfeld im Körper Schnittbilder erzeugt, die der Computer dann sichtbar macht. Da die Wasserstoffatome (H), die es magnetisch zu stimulieren gilt, im Körper in unterschiedlicher Menge vorkommen, lassen sich unterschiedliche Signale aufzeichnen. Je nachdem, wo man sie lokalisiert - im Blut, in der Galle, in den Nerven, dem Knochenmark oder dem Fettgewebe des Gehirns -, senden sie mehr oder weniger starke Impulse aus, die der MRT aufzeichnet. Der Aufbau der Organe wird so in haarscharfe Schwarzweißbilder umgesetzt. Viele Patienten fürchten noch immer die enge Untersuchungskammer eines Kernspintomographen, die „Röhre“, in die sie geschoben werden. Doch auch dafür gibt es längst Alternativen, da die modernen Geräte einen kurzen, ringförmigen Magneten mit großer Öffnung haben oder als Spezialgeräte wie Tempel gebaut sind. Man könnte darin während der Untersuchung lesen. einige Anbieter projizieren sogar Fernsehbilder ins Gerät.

Gut zu wissen

Wer an Kernspintomographie (MRT) denkt, hat oft die „Röhre“ und den „Tunnelblick“ vor Augen. Die Radiologie 360° geht hier einen anderen Weg und stattet ihre Standorte nach und nach mit immer komfortableren Hightech-Geräten aus. Schon heute haben rund 20 der Kernspintomographen entweder eine extragroße Öffnung von 70 Zentimetern Durchmesser oder sind bereits komplett offen, um der Platzangst keine Chance zu geben.Die Untersuchung im MRT beeinträchtigt die Funktionsfähigkeit von Scheck- und Kreditkarten. Dies sollten nicht mit in das Gerät geraten. Da Metallgegenstände die MRT stören, sollten auch Schlüssel, Uhren, Haarklammern, Kleidungsstücke mit Metallteilen, Piercings usw. abgelegt werden. Wer mit eisenhaltigen Farbstoff en durchgeführte Tätowierungen hat, Permanent Make up trägt oder schwanger ist, sollte das vor der Untersuchung ansprechen. Nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist eine MRT bei Patienten mit bestimmten Herzschrittmachern, Metallteilen im Körper, eingebauten Schmerzpumpen und Innenohrprothesen, älteren Gefäßclips oder frisch eingesetzten Metallclips. Für diese Patientengruppe gibt es aber Alternativen. Zu den häufigsten Anwendungen gehören MRT der Extremitäten und Gelenke, der Wirbelsäule, des Kopfes oder des Körperstamms.