CT Kopf / Schädel

Eine CT des Kopfes ( CCT) ist ein etabliertes bildgebendes Verfahren zur schnellen Abklärung von Veränderungen im Kopfbereich. Mithilfe von Röntgenstrahlen entstehen hochauflösende Schnittbilder, die eine präzise Beurteilung des Gehirns, der Schädelknochen und angrenzender Strukturen ermöglichen. Aufgrund der kurzen Untersuchungszeit und der hohen diagnostischen Aussagekraft kommt die CT-Untersuchung des Kopfes häufig bei akuten Fragestellungen zum Einsatz.

Auf einen Blick

Vorteile auf einen Blick:

  • Aussagekräftige, hochauflösende Schnittbilder mit klarer Darstellung von Gehirn und Schädel
  • Kurze Untersuchungsdauer von wenigen Minuten, ideal bei Notfällen wie Schlaganfällen, Hirnblutungen oder Unfällen
  • Breites Einsatzspektrum, geeignet für akute Beschwerden und Verlaufskontrollen
  • Kein Katheter notwendig

Eine frühzeitige diagnostische Abklärung hilft dabei, Risiken zu minimieren und die richtigen therapeutischen Schritte einzuleiten. Wenn Ihnen eine Schädel-CT empfohlen wurde, können Sie an einem unserer Standorte in Ihrer Nähe bequem online einen Termin vereinbaren.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Für eine CT des Kopfes ist in den meisten Fällen keine besondere Vorbereitung notwendig. Nüchternheit ist in der Regel nicht erforderlich. Wenn aktuelle Blutwerte zur Nierenfunktion vorliegen, sollten diese mitgebracht werden, insbesondere wenn die Gabe eines Kontrastmittels vorgesehen ist. Metallische Gegenstände im Kopf- und Halsbereich müssen vor der Untersuchung abgelegt werden. Auch bei Platzangst gibt es in der Regel kein Problem, da die CT-Röhre kurz und offen ist.

 

Wie läuft eine CT-Untersuchung vom Kopf ab?

  1. Die Untersuchung findet in Rückenlage auf einer beweglichen Liege statt.
  2. Der Kopf wird leicht stabilisiert, um Bewegungen zu vermeiden und eine gute Bildqualität zu gewährleisten.
  3. Um alle relevanten Strukturen vollständig abzubilden, erfolgen die Aufnahmen in mehreren Schichten.
  4. Die eigentliche Aufnahme dauert nur wenige Sekunden und der gesamte Untersuchungsablauf ist in der Regel innerhalb von fünf bis zehn Minuten abgeschlossen.
  5. Während der Bildaufnahme ist es wichtig, ruhig zu liegen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und wird kontinuierlich überwacht. Dabei stehen Sicherheit und Komfort jederzeit im Vordergrund.

Wieso wird ein Kontrastmittel eingesetzt?

Je nach Fragestellung wird eine Schädel-CT mit oder ohne Kontrastmittel durchgeführt:

  • Mit Kontrastmittel: Wenn Gefäße, entzündliche Prozesse oder Raumforderungen genauer beurteilt werden sollen. Ob dies erforderlich ist, wird vor der Untersuchung individuell entschieden.
  • Ohne Kontrastmittel: Die sogenannte native Untersuchung reicht häufig aus, um Blutungen, Frakturen oder akute Veränderungen zu erkennen.

Auswertung der Bilder, Befund und weitere Schritte

Ein Facharzt für Radiologie wertet die CT-Bilder des Kopfes aus. Auffälligkeiten werden im schriftlichen Befund dokumentiert und dem überweisenden Arzt zur weiteren Behandlung zur Verfügung gestellt.

Je nach Ergebnis können weitere Untersuchungen oder therapeutische Schritte empfohlen werden. Bei unauffälligem Befund dient die Untersuchung häufig dem Ausschluss ernsthafter Erkrankungen.

 

Wann ist eine CT des Kopfes sinnvoll?

Eine CT des Kopfes ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine schnelle und verlässliche Abklärung erforderlich ist. Sie wird unter anderem eingesetzt zur:

  • Beurteilung bei akuten Beschwerden oder unklaren neurologischen Symptomen
  • Abklärung bei Verdacht auf entzündliche Prozesse, Tumorerkrankungen oder andere Hirnerkrankungen. 
  • Diagnostik nach Unfällen oder bei Kopfverletzungen, um Blutungen oder knöcherne Verletzungen sicher auszuschließen. 

Operationsplanung oder Verlaufsbeurteilung bereits bekannter Befunde.

 

Bei welchen Kopfbeschwerden wird die Untersuchung eingesetzt?

Eine CT des Kopfes wird eingesetzt, um akute oder strukturelle Erkrankungen des Gehirns und des Schädels abzuklären. Mögliche Erkrankungen sind:

  • Schlaganfall
  • Hirnblutung oder -infarkt
  • Hirntumore
  • Schädel-Hirn-Traumata mit möglichen Frakturen
  • Gefäßfehlbildungen wie Aneurysmen
  • Entzündliche Erkrankungen des Gehirns oder der Hirnhäute
  • Erkrankungen der Nasennebenhöhlen oder des Felsenbeins

Typische Beschwerden, bei denen eine CT-Untersuchung sinnvoll sein kann, sind plötzlich auftretende oder ungewöhnlich starke Kopfschmerzen, Schwindel sowie neurologische Störungen wie Sehstörungen, Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen.

 

CT-Angiographie des Kopfs

Bei der CCT-Angiographie handelt es sich um eine spezielle CT-Untersuchung des Kopfes, mit der die Hirngefäße gezielt dargestellt werden. Mithilfe eines jodhaltigen Kontrastmittels werden Arterien und Venen sichtbar gemacht, um Gefäßverengungen, -verschlüsse oder krankhafte Erweiterungen, wie beispielsweise Aneurysmen, zu erkennen oder auszuschließen. Im Unterschied zur normalen CT-Untersuchung mit Kontrastmittel liegt der Fokus der CT-Angiographie ausschließlich auf dem Gefäßsystem.

 

Risiken bei einer CT

  • Röntgenstrahlung: Bei einer CT werden Röntgenstrahlen eingesetzt. Dank moderner Geräte und Low-Dose-CT-Protokolle (soweit es für die Diagnosefindung ausreicht) wird die Strahlendosis jedoch so gering wie möglich gehalten. Für die meisten Patienten ist die Belastung gering und medizinisch vertretbar.
  • Kontrastmittel: Bei Untersuchungen mit Kontrastmittel können kurzzeitig leichte Wärmegefühle oder ein kurzes Übelkeitsgefühl auftreten. Diese Reaktionen sind unbedenklich und klingen schnell wieder ab. Allergische Reaktionen sind selten.
  • Kontraindikationen: Bei Schwangerschaft, schweren Kontrastmittelallergien oder einer deutlich eingeschränkten Nierenfunktion sollte auf eine CT mit Kontrastmittel verzichtet werden. In solchen Fällen prüfen wir geeignete Alternativen wie Ultraschall oder MRT. Bitte informieren Sie uns vorab über Allergien, Vorerkrankungen oder bestehende Risiken.

Die Computertomographie (CT) des Kopfes ist ein bewährtes diagnostisches Verfahren. Sie wird nur dann eingesetzt, wenn sie zu einer verlässlichen Abklärung beitragen kann und der erwartete Nutzen die möglichen Risiken überwiegt.

 

Kosten und Kostenübernahme durch die Krankenkassen

Die Kosten für eine CT-Untersuchung des Schädels werden in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen, sofern eine medizinische Indikation vorliegt und die Untersuchung ärztlich veranlasst wurde. Privatversicherte erhalten die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Für Selbstzahler können die Kosten je nach Region, Aufwand und Kontrastmittelgabe variieren.

 

Häufige Fragen und Antworten

Wie lange dauert eine CT des Kopfes?

Die eigentliche Aufnahme dauert nur wenige Minuten. Mit Vorbereitung und eventueller Kontrastmittelgabe beträgt die Gesamtdauer in der Regel 10 bis 15 Minuten.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Moderne Geräte arbeiten mit stark reduzierten Dosisprotokollen (Low-Dose-CT). Eine CT wird nur durchgeführt, wenn ihr Nutzen die Strahlenbelastung eindeutig überwiegt.

Was bedeuten weiße oder schwarze Flecken auf den CT-Aufnahmen vom Gehirn?

Helle (weiße) Areale können beispielsweise auf knöcherne Strukturen, Verkalkungen oder frische Blutungen hinweisen, während dunklere (schwarze) Bereiche oft Flüssigkeit oder luftgefüllte Räume darstellen. Die genaue Bedeutung ist immer vom Gesamtbild und dem klinischen Zusammenhang abhängig und sollte durch einen Facharzt erklärt werden.

Wann ist eine CT und wann eine MRT des Kopfes sinnvoll?

Eine CT wird bei akuten Beschwerden bevorzugt, beispielsweise bei Verdacht auf Schlaganfall oder Hirnblutung oder nach einem Unfall. Eine MRT von Kopf / Schädel eignet sich dagegen eher für detaillierte Fragestellungen bei nicht akuten Zuständen, beispielsweise bei Epilepsie oder chronischen Kopfschmerzen.

Was ist der Unterschied zwischen CT und CCT?

CCT (kraniales CT) bezeichnet die CT-Untersuchung von Kopf bzw. Schädel. Inhaltlich gibt es keinen Unterschied.